Bibeltexte zum Tag
Lesung
Brief des Apostels Paulus an die Philipper 3,17-21.4,1.
Denn viele – von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche – leben als Feinde des Kreuzes Christi.
Ihr Ende ist Verderben, ihr Gott der Bauch und ihre Ehre besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn.
Denn unsere Heimat ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter,
der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich auch alles unterwerfen kann.
Darum, meine geliebten Brüder und Schwestern, nach denen ich mich sehne, meine Freude und mein Ehrenkranz, steht fest im Herrn, Geliebte!
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Evangelium
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 16,1-8.
Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Denn du kannst nicht länger mein Verwalter sein.
Da überlegte der Verwalter: Was soll ich jetzt tun, da mein Herr mir die Verwaltung entzieht? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht und zu betteln schäme ich mich.
Ich weiß, was ich tun werde, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin.
Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem anderen, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig?
Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich schnell hin und schreib «fünfzig»!
Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib «achtzig»!
Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte, und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.
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Impuls
Wir werden aufgefordert werden, Rechenschaft darüber abzulegen, wie wir mit unserem Leben umgegangen sind.
Das Gleichnis, das wir hören, regt uns zum Nachdenken über den Umgang mit materiellen Gütern an und ganz allgemein darüber, wie wir mit dem kostbarsten Gut von allen umgehen, nämlich unserem Leben.
In der Erzählung wird ein Verwalter vom Herrn aufgefordert, „Rechenschaft abzulegen”. Dieses Bild vermittelt uns etwas Wichtiges: Wir sind weder die Herren unseres Lebens noch der Güter, über die wir verfügen; alles ist uns vom Herrn geschenkt worden, und er hat dieses Erbe unserer Fürsorge, unserer Freiheit und Verantwortung anvertraut. Eines Tages werden wir dazu aufgefordert werden, Rechenschaft darüber abzulegen, wie wir mit uns selbst, unseren Gütern und den Ressourcen der Erde umgegangen sind, sowohl vor Gott als auch vor den Menschen, der Gesellschaft und vor allem vor denen, die nach uns kommen werden. […]
Liebe Brüder und Schwestern, das Gleichnis lädt uns ein, uns zu fragen: Wie verwalten wir die materiellen Güter, die Ressourcen der Erde und unser eigenes Leben, das Gott uns anvertraut hat? Wir können dem Kriterium des Egoismus folgen, indem wir den Reichtum an die erste Stelle setzen und nur an uns selbst denken; aber das isoliert uns von anderen und verbreitet das Gift eines Wettbewerbs, der oft zu Konflikten führt. Oder wir können alles, was wir haben, als ein Geschenk Gottes anerkennen, das wir verwalten sollen, und es als Mittel des Miteinanders nutzen, um Netze der Freundschaft und Solidarität zu schaffen, um Gutes zu tun, um eine gerechtere, fairere und geschwisterlichere Welt aufzubauen.
Bitten wir die Heilige Jungfrau, für uns Fürsprache einzulegen und uns zu helfen, das, was der Herr uns anvertraut, gerecht und verantwortungsbewusst zu verwalten.
(Quelle: evangeliumtagfuertag.org)
Ein Impuls von:Leo XIV (1955‑), Papst (2025‑)

Psalm des Tages
Psalmen 122(121),1-3.4-5.
Schon stehen unsere Füße in deinen Toren, Jerusalem:
Jerusalem, als Stadt erbaut, die fest in sich gefügt ist.
Dorthin zogen die Stämme hinauf, die Stämme des HERRN, wie es Gebot ist für Israel, den Namen des HERRN zu preisen.
Denn dort stehen Throne für das Gericht, die Throne des Hauses David.
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